Gschichtliches
Schbrooch
Vorspeisen
Hauptspeisen
Nachspeisen
Musikalisches

Das Frankenlied

Der Text der fränkische "Hymne" stammt von Josef Victor von Scheffel (1826 - 1886), die Melodie des Frankenliedes schuf Valentin Eduard Becker.

1. Strophe

Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,
wer lange sitzt muss rosten; den allerschön-
sten Sonnenschein lässt uns der Himmel
kosten. Jetzt reicht mir Stab und Ordens-
kleid der fahrenden Scholaren, ich will zur
schönsten Sommerszeit ins Land der Fran-
ken fahren! Valleri, vallera, valleri, vallera,
ins Land der Franken fahren!

2. Strophe

Der Wald steht grün, die Jagd geht gut,
schwer ist das Korn geraten. Sie können auf
des Maines Flut die Schiffe kaum verladen.
Bald hebt sich auch das Herbsten an,
die Kelter harrt des Weines. Der Winzer
Schutzherr Kilian beschert uns etwas
Feines! Valleri, vallera ...

3. Strophe

Wallfahrer ziehen durch das Tal mit flie-
genden Standarten, hell grüßt ihr doppelter
Choral den weiten Gottesgarten. Wie gerne
wäre ich mitgewallt, ihr Pfarr wollt mich
nicht haben! So muss ich seitwärts durch
den Wald als räudig Schäflein traben! Val-
leri, vallera ...

4. Strophe

Zum heilgen Veit von Staffelstein komm
ich emporgestiegen und seh die Lande um
den Main zu meinen Füßen liegen. Von
Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen
Berg und Hügel die breite, stromdurch-
glänzte Au, ich wollt, mir wüchsen Flügel!
Valleri, vallera ...

5. Strophe

Einsiedelmann ist nicht zu Haus, dieweil
es Zeit zu mähen. Ich seh ihn an der Halde
draus bei einer Schnittrin stehen. Verfahr-
ner Schüler Stoßgebet heißt: Herr, gib uns
zu trinken! Doch wer bei schöner Schnittrin
steht, dem mag man lange winken! Valleri,
vallera ...

6. Strophe

Einsiedel, das war missgetan, dass du dich
hubst von hinnen! Es liegt, ich sehs dem
Keller an, ein guter Jahrgang drinnen.
Hoiho, die Pforten brech ich ein und trinke,
was ich finde. Du heilger Veit von Staffel-
stein, verzeih mir Durst und Sünde! Valleri,
vallera ...

7. Strophe (inoffiziell)

Doch jetzt vorbei der D-Zug braust,
voll Preußen, Sachsen, Bayern. Vom Mönch,
der oben einst gehaust, das Lied sie runter-
leiern. Zum Staffelstein steigt keiner rauf, es
dauert ja vier Stunden. Das ist nun so der
Zeiten Lauf, man sieht ihn an von unten!
Valleri, vallera ...

Streidbares

Druckbare Version